Corona in Bolivien

Am 10. März meldete auch Bolivien den ersten positiv getesteten COVID-19-Fall. Nur eine Woche später wurde die Grenzen nach Bolivien geschlossen, sowie Kindergärten und Schulen. Die Angst vor einer Eskalation der Situation ist groß, denn Bolivien verfügte zu dem Zeitpunkt über etwa 60 Beatmungsgeräte und nicht einmal 200 Intensivbetten. Am 22. März wird das Land letztlich unter Quarantäne gestellt. Die Vorgaben sind streng: Das Haus darf nur für bestimmte Zwecke verlassen werden wie etwa zum Einkaufen oder für medizinische Notfälle. Hinzu kommt die Beschränkung auf eine Person pro Haushalt, die an einem bestimmten Wochentag, der von der Endziffers des Ausweises abhängt, das Haus verlassen darf.

Seit März ist eine lange Zeit vergangen, doch eine Besserung der Corona-Krise in Bolivien ist nicht in Sicht; vielmehr spitzt sich die Lage immer weiter zu. Berichten zufolge sterben Menschen bereits auf der Straße, da die völlig überfüllten und überforderten Krankenhäuser keine Plätze mehr gewährleisten können. Am Montag, den 29. Juni wurde ein zweiter Anlauf in Cochabamba gestartet. Das Bundesland wird für 10 Tage erneut unter Quarantäne gestellt, mit dem Ziel, die Infektionszahl zu minimieren.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise für Uspha Uspha und das Projekt CADSE?

Seit März bleiben die Türen jeglicher Einrichtungen in Uspha Uspha verschlossen: Schulen sowie auch CADSE können nicht mehr besucht werden. Aufgrund der fehlenden materiellen Ausstattung (bspw. Laptops, Computer, Internet) Zuhause, fällt auch der Online-Unterricht, für den südlichen Stadtteil Cochabambas, als Notlösung weg.

Zudem kommen finanzielle und soziale Probleme hinzu. Da der größte Teil der Bewohner in Uspha Uspha auf dem Markt tätig ist, fallen die überlebensrelevanten Einnahmen über die Quarantäne-Zeit weg und auch wenn die Öffnung des Marktes unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen erlaubt wird, sind die Einnahmen nicht mehr die, die sie einmal waren.

Nicht nur Deutschland leidet unter der zunehmenden häuslichen Gewalt während der Corona-Krise. Gewalt in den eigenen vier Wänden ist ein internationales Problem, das unter anderem auch in Bolivien vorkommt. Finanzielle Not, fehlende Bildungsangebote, häusliche Gewalt, Existenzängste und fehlende medizinische Versorgung; diesen Problemen muss sich der Großteil der bolivianischen Bevölkerung stellen.

Welche Rolle spielt CADSE zu Corona-Zeiten?

CADSE möchte keinesfalls auf Bildungsangebote verzichten und arbeitet seit Wochen an einem Projekt:

Es soll einen virtuellen Raum geben, ähnlich etwa wie Online-Unterricht, jedoch liegt der Fokus nicht allein auf der schulischen Bildung der Kinder- und Jugendlichen. Die Online- Plattform soll der gesamten Familie dienen, Informationen zu Corona zu erhalten, Fragen und Unsicherheiten zu klären, sich auszutauschen oder über Ängste zu sprechen. Die Plattform fungiert als Chance, Familien in dieser schwierigen Zeit zu stärken und sie, soweit es möglich ist, zu unterstützen. Zusätzlich werden wichtige Themen wie häusliche Gewalt und die Wichtigkeit der Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen angesprochen, um die Familien für diese Themen zu sensibilisieren. Besonders bedürftige Familien erhalten zusätzlich ein „Hilfspaket“, das Wasser, Lebensmittel wie Reis und Nudeln, aber auch Hygieneartikel beinhaltet.   

Wie unterstützt Aquisito e.V.?

Aquisito sammelt Spenden, um CADSE zu unterstützen. Mit den Spenden wird ermöglicht, dass die Kinder und Jugendlichen Bildungsangebote erhalten, sich virtuell wieder zusammenfinden, je nach Bedarf ein „Überlebenspaket“ erhalten und Familien in dieser schwierigen Zeit Halt bekommen.

Du möchtest uns unterstützen? Dann spende an folgendes Konto (Details zu Spenden findest du auf unserer Spendenseite):

 

Aquisito e.V.

IBAN: DE72 4306 0967 1003 9179 00

BIC: GENODEM1GLS

Spenden für die Corona Aktion

Lebensmittel
700/700€
Hygieneartikel
100/100€
Online Unterstützung
200/200€

Für Lebensmittel, Hygieneartikel und Online Unterstützung benötigt CADSE 1000€ für 15 Familien für einen Monat. 

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